Sukhothai

Die letzten beiden Nächte haben wir in Sukhothai verbracht, einer Stadt auf ca. halber Strecke von Bangkok nach Chiang Mai. Als die "Wiege Thailands" ist dies ein historisch ...

























sehr wichtiger Ort, hier wurde Siam gegründet. Und, wie schon in Ayutthaya, gibt es hier haufenweise Ruinen von sehr bedeutsamen Bauwerken.
Wat Sorasak:
Wat Mahathat:
Wat Si Sawai:
Wat Chetuphon (außerhalb des Walls im Süden):
Wat Mangkom (außerhalb des Walls im Westen):
Wat Sa Si:
Sukhothai besteht eigentlich aus zwei Teilen, der Neustadt und der ca. 12 km entfernten historischen Stadt. Da sich sämtliche Anlagen in letzterer befinden, haben auch wir uns ein Zimmer in einem recht netten Resort nur ca. 1 km außerhalb des Stadtwalls genommen.


Angereist sind wir mit dem Zug von Ayutthaya nach Phitsanulok (ca. 3 1/2 h Fahrzeit mit Verpflegung an Bord), von dort ging's mit dem Bus weiter. Wir kauften ein Busticket in der Annahme, wir würden mit dem Minibus fahren, stattdessen brachte uns eine Angestellte nach einer halben Stunde Wartezeit am Busbahnhof einfach zur öffentlichen Haltestelle. So brauchten wir für die fast 60 km nach Old Sukhothai fast nochmal 1 1/2 Stunden, was aber dank des lustigen offenen Busses und der netten Mitreisenden sehr angenehm war.
Sukhothai erkundeten wir mit dem Rad. Wir liehen uns in der Unterkunft Fahrräder aus und erforschten abends ein wenig die nähere Umgebung, um am folgenden Tag eine richtige Radtour durch die ganzen Anlagen zu machen. Das meiste (und sehenswerteste) befindet sich recht kompakt im Inneren des alten Stadtwalls, ansonsten gibt es noch Anlagen in allen vier Richtungen jeweils vor der Stadt. Wobei die "Stadt" in Old Sukhothai nicht mehr als die Hauptstraße ist, und die ist ziemlich schmuddelig, abgeranzt und irgendwie hektisch. In Ayutthaya hat uns die Stadt an sich wesentlich besser gefallen, und auch die Menschen waren viel freundlicher. Dafür sind in Sukhothai die Tempelanlagen schöner angelegt, mit ganz viel grün, Bäumen und Teichen - wenn auch von manchen der vielen Chedis nicht mehr als ein Steinhaufen übrig ist. Aber die Buddha-Statuen haben noch ihre Köpfe, was in Ayutthaya nur bei ganz wenigen der Fall ist, da die Burmesen hier im Krieg allen den Kopf abgeschlagen haben. Zurück zum Fahrrad. Dieses klapprige Etwas hat die Bezeichnung Fahrrad nicht verdient, und ich frage mich, wie wir eine 15km-Tour mit der Kiste überlebt haben.


Obwohl - eines der Räder hat nicht überlebt. Auf dem Rückweg am Abend ist ca. 1 km vorm Ziel bei einem das Kugellager auseinander gefallen, und beim Schieben hat der Reifen blockiert. Wie gut, dass auf der sonst leeren Straße just in dem Moment die Polizei kam (die ich in Thailand an dieser Stelle zum ersten Mal sah) und uns mitsamt Rädern hinten auf der Ladefläche ohne großes Tamtam zum Hotel brachte. Das war bestimmt das Karma, weil wir am Nachmittag an einer Stelle fernab der Zivilisation einem der allgegenwärtigen Straßenhunde, der offensichtlich durstig war, Wasser zum trinken gaben.
Trotz unbequemer Räder war es unglaublich schön, unter Palmen durch die Tempelanlagen und die sehr grüne, schöne und z.T. bewaldete Landschaft außerhalb des Ortes zu fahren.
Die Tempelruinen und die Landschaft Sukhothais haben uns sehr gut gefallen. Es hat uns überrascht, dass die einzelnen Anlagen doch so kompakt beieinander sind. Wenn man in der früh aufbricht und ein etwas besseres Rad oder gleich nen Roller ausleiht, kann man sämtliche Sehenswürdigkeiten gut an einem einzigen Tag abklappern. So, aber jetzt reicht's erstmal mit alten Steinen. Auf nach Chiang Mai!

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