Südschweden

2014 war eh Reisejahr - und so ergab sich zum krönenden Abschluss recht spontan die Möglichkeit, den Jahreswechsel in Südschweden zu verbringen.




Wir fuhren 

zu fünft in aller Herrgottsfrühe am 27.12. von Ingolstadt los - und kamen so gut mit dem VW Bus durch, dass wir bereits mittags auf Rügen ankamen. Bis die Fähre um 16:00 Uhr ablegte, hatten wir sogar noch Zeit, uns ein wenig in Prora und Binz umzusehen.



Vier Stunden Fährüberfahrt folgten.


Gegen 21:15 Uhr waren wir froh, in unseren beiden kleinen, von privat vermieteten Ferienhäuschen auf einer Halbinsel am Kattegat (ca. 1 Stunde von Malmö entfernt) angekommen zu sein.




Statt - wie geplant - die ganze Zeit vorm Kamin zu sitzen und ein Buch zu lesen, haben wir doch wieder jeden Tag einiges unternommen. Los ging´s sowieso mit einem Morgenspaziergang durch die Feriensiedlung ans zwei Minuten entfernte Wasser.



Die Halbinsel Kullen, auf der "unsere" Gemeinde Farhult liegt, haben wir abends, also gegen 16:00 Uhr, befahren. Von der ansteigenden Straße hatten wir einen tollen Blick auf den Ort Mölle, und wanderten schließlich noch ein Stück zum Leuchtturm.


Nächsten Tags suchten wir das Ufo-Monument, das wir nach ca. 8 km Wanderung am Meer entlang und bei - wieder recht früh einbrechender - Dunkelheit leider nicht fanden.




Da musste abends erstmal eine Stärkung her. Im Dutch Oven draußen Schweinsbraten und Hühnchen kochen, das passt zu einem Tag draußen.


Am Tag vor Silvester führte uns der Weg ein Stück ins Landesinnere nach Hässleholm, wo wir ein mit einem unserer "Mitreisenden" befreundetes Paar bei dessen Familie besuchten.



Und wo wir sogleich - obwohl wir zu fünft auftauchten - absolut herzlich empfangen und mit schwedischen Spezialitäten versorgt wurden.



Nachdem wir uns nach Kaffee und Kuchen das nahe gelegene Gräberfeld von Vätteryd, quasi ein Wikingergrab, angeschaut hatten, wurden wir direkt noch von dieser liebenswerten Familie zum Abendessen eingeladen.


Nach der Rückkehr begab ich mich ob der schönen Nacht nochmal an den Strand.



Ein Besuch im von einem Künstler ausgerufenen Mikrostaat Ladonien stand für den Silvestertag auf dem Plan. Im Naturschutzgebiet Kullaberg (auf unserer Halbinsel) hat ein Künstler riesige begehbare Treibholz-Skulpturen gebaut, die mittlerweile von Christo aufgekauft wurden. Ladonien ist schwer zu finden, man muss erst an einem schönen Hof vorbei und ein bisschen durch den Wald laufen.


Die Fotos können die Dimensionen dieses Abenteuerspielplatzes gar nicht erfassen, das Gebiet ist einfach riesig. Man kann übrigens online die Staatsbürgerschaft für Ladonien beantragen und für 12 Dollar einen Adelstitel erwerben. Oberschräg, und ziemlich großartig. Dort rumzuklettern hat echt Spaß gemacht, wenngleich alles recht feucht und rutschig war.


Nachmittags kam wieder die Sonne raus.


Den Silvesterabend haben wir mit Rindsrouladen aus dem Dutch Oven und sonst ungefähr so verbracht: 


Für den Neujahrstag hatte uns ein sehr nettes Paar (ein Teil der Familie aus Hässleholm) in ihr Zuhause in Bjärnum eingeladen - zum Elch essen. Und das war wirklich verdammt lecker. Ich fand jetzt nicht, dass dieses Elchfleisch einen komplett anderen Geschmack hat als anderes Fleisch, aber vielleicht war das auch einfach die gute Zubereitung. Wir hatten (wieder) einen wundervollen Abend mit unglaublich netten Menschen. 


Für den letzten Tag hatten wir uns Malmö aufgehoben. Auf dem Weg hielten wir kurz vor Malmö in Lomma. Von den Stegen, die hier ins Meer führen, sieht man gut zur Stadt rüber und auf die Öresundbrücke.



Sämtliche Schweden rieten uns zwar, Malmö links liegen zu lassen und stattdessen lieber nach Kopenhagen zu fahren. Wir wollten uns jedoch ein eigenes Bild von Malmö machen, und fanden es eigentlich ganz nett dort. 

Vielleicht lag das am Ende des Tages aber auch daran, dass wir schnell auf einen Kaffee in eine Kneipe namens Moosehead schauten, dort aber wegen akuter Gemütlichkeit 13 Bier lang (für uns alle, versteht sich...) sitzen blieben. Das war jedenfalls ein schöner Abschluss. Bevor wir am nächsten Tag wieder den Rückzug antreten mussten. Back to Alltag, und so.



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