Lofoten - Norwegen im Winter und Polarlicht

Ich bin in Nordnorwegen! Und kaum paar Stunden da, ist mir tatsächlich das erste Polarlicht  reingelaufen.
Während die anderen daheim in meiner Wohnung sitzen, habe ich nämlich paar Tage Winterurlaub. Kleiner Hinweis für die folgenden Fotos: Sie wurden nicht bearbeitet, da ich nur das kleine Netbook dabei habe. Evtl. wirft mir das auch ein wenig das Layout oder die Größe der Bilder durcheinander. Aber der Reihe nach:
Heute Früh ging es erstmal von München nach Oslo, wo ich fünf Stunden auf den Anschlussflug nach Harstad/ Narvik warten musste. Das machte aber nichts, da ich mich die ganze Zeit mit zwei Teilnehmern meiner Reise-Foto-Kleingruppe , die auch von München nach Oslo geflogen sind, unterhalten habe, und wir außerdem noch einen norwegischen Fotografen am Flughafen kennenlernten, der sich auf CD-Cover und Dokumentationen spezialisiert hat. Außerdem war das Wetter traumhaft, und so auch der Inlandsflug Richtung Lofoten. Das verschneite Norwegen zu überfliegen war herrlich, und wir landeten auf der nördlichen Inselkette genau zum Sonnenuntergang.
Dann hieß es erstmal noch drei Stunden mit dem VW-Bus über die vereisten und verschneiten Straßen der Vesteralen und Lofoten zu unserer Unterkunft in Hov auf der Insel Gimsøy, ziemlich mittig auf den Lofoten, fahren. Unterwegs begleitete uns ein unsäglicher Sternenhimmel, aber Nordlichter waren leider keine in Sicht, zumindest nicht für meine Augen - auch nicht bei einer Fotopause an einem ganz dunklen Fleck, ohne Fremdbeleuchtung. Hier hielten wir es eh nicht lange draußen aus - tagsüber gehts wegen dem Golfstrom wohl mit den Temperaturen, aber da wars seeeehr zapfig. Einen Elch sahen wir auf der Fahrt auch. Leider aber einen halbtoten, jungen Elch, der Minuten, bevor wir vorbeikamen, einen Zusammenstoß mit einem Auto hatte und verletzt auf der Straße lag. So hatte ich mir das erste Treffen mit einem Elch in freier Wildbahn wahrlich nicht vorgestellt...
Naja. Nach vergeblicher Nordlichtsuche  zog sich auch noch der Himmel zu und es begann zu schneien. Also machten wir uns nach der Verteilung unserer Zimmer in der Unterkunft, die aus zwei ca. 150 m entfernten Ferienhäusern besteht, erstmal über etwas essbares her.  Ich wohne übrigens in einem Puppenzimmer. Unser Holzhäuschen, das wir zu fünft bewohnen, ist so winzig, dass es schon wieder putzig ist, auch wenn man oben den Kopf einziehen muss. Wir haben ein gemeinsames Bad, ein Wohnzimmer im Retrostyle mit Holzofen und Häkeldeckchen  und eine Küche. Einen Schlüssel gibt es nicht, weder für das Haus, noch für die Zimmer - hier kommt wohl nichts weg, das ist hier einfach nicht üblich. 
Dann wars plötzlich wieder sternklar. Kaum sind wir ans nahe Meer runtergegangen, kamen wieder Wolken, und so wechselte das im Minutentakt, bis alle gingen und ich mich kurz vorm Schlafengehen entschied, trotzdem noch ein paar Fotos vor unserem Quartier von den Sternen zu machen. Und plötzlich war es einfach da, das Nordlicht. Erst dachte ich, es ist eine Wolke. Aber dann färbte es sich langsam immer grüner und wurde größer. Und so waberte ein kleiner grüner Vorhang für ca. 10 Minuten ganz langsam über den nördlichen Nachthimmel und verschwand genauso lautlos und unauffällig, wie er sich angeschlichen hatte. 
Jedenfalls freue ich mich wie - passend - ein Schneekönig, zumal der Wetterbericht für die nächsten Tage offenbar nicht ganz so rosig ist. Mal schaun, was die nächsten Tage so bringen...

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